
Brandschutz auf zwei Ebenen
Entrauchung im XXLLutz-Lager Wels
Für die neue zweigeschossige Lagerhalle von XXXLutz in Wels kombinierte Colt natürliche und maschinelle Entrauchung. Im Obergeschoss arbeiten RWA-Lüfter und Rauchschürzen, im Erdgeschoss übernehmen zwölf Liberator-Brandgasventilatoren die Rauchableitung.
Unterschiedliche Entrauchungskonzepte für Erd- und Obergeschoss
Die neue Lagerhalle von XXXLutz in Wels wurde als zweigeschossiges Gebäude mit angeschlossenem Servicecenter errichtet. Aufgrund der unterschiedlichen baulichen Bedingungen wurden für Erd- und Obergeschoss verschiedene Entrauchungsprinzipien eingesetzt.
Im Obergeschoss erfolgt die Rauch- und Wärmeableitung natürlich. Colt installierte dort 17 Cosmotron-Lichtbänder in Kombination mit ECO-Lamellenlüftern. Die Lichtbänder bringen Tageslicht in das Gebäude, während die integrierten RWA-Geräte im Brandfall als natürliche Abströmöffnungen dienen.
Ergänzt wird das Konzept durch statische Rauchschürzen vom Typ SmokeMaster SM-ST. Sie unterstützen die Rauchkanalisation im Hallenbereich und begrenzen die unkontrollierte Ausbreitung aufsteigender Rauchschichten.
Im Erdgeschoss wurde dagegen eine maschinelle Entrauchung gewählt. Zwölf Liberator-Brandgasventilatoren fördern den Rauch aktiv aus dem Gebäude. Jeder Ventilator ist auf rund 30.000 m³/h ausgelegt, sodass eine Gesamtleistung von 360.000 m³/h zur Verfügung steht.
Damit wurden die Entrauchungsstrategien gezielt an die jeweiligen Geschosse und deren bauliche Anforderungen angepasst.
Case History
Projekt: Neubau Lagerhalle XXXLutz
Ort Wels, Oberösterreich, Österreich
Gebäudetyp: Zweigeschossige Lagerhalle mit Servicecenter
Anforderungsprofil: Tageslichtfunktion, Natürliche Lüftung, Natürliche Entrauchung, Maschinelle Entrauchung, Rauchkanalisation
Lösung: Natürliche RWA mit Lichtbändern, Lamellenlüftern und statischen Rauchschürzen/Maschinelle Rauchableitung über Brandgasventilatoren
Produkt: ECO, Liberator, Apollo Mono, SmokeMaster SM-ST, Cosmotron, FCO

Zwölf Liberator fördern 360.000 Kubikmeter pro Stunde
Im Erdgeschoss übernehmen zwölf Liberator-Brandgasventilatoren die maschinelle Rauchableitung. Die Geräte sind in die Außenwand integriert und fördern im Brandfall jeweils rund 30.000 m³ Luft pro Stunde.
Zusammen ergibt sich eine Gesamtförderleistung von etwa 360.000 m³/h. Nach den Projektdaten entspricht dies einem zwölffachen Luftwechsel.
Damit eine maschinelle Entrauchung wirksam funktioniert, muss die abgeführte Luft kontrolliert ersetzt werden. Die Zuluft wird bei XXXLutz deshalb über definierte Rolltore auf der gegenüberliegenden Hallenseite bereitgestellt. Im Ereignisfall werden diese über die Brandmeldeanlage angesteuert.
Die Liberator-Geräte selbst sind nach außen durch FCO-Elemente abgedeckt. Im Brandfall öffnen diese und geben den erforderlichen Strömungsweg frei.
Das System basiert damit auf einem abgestimmten Zusammenspiel aus mechanischer Abluft, definierter Nachströmung und automatischer Brandfallsteuerung. Die reine Ventilatorleistung allein wäre ohne entsprechende Zuluftöffnungen nicht ausreichend.
Für das Projekt werden die Liberator als F400 klassifiziert angegeben. Weitere temperatur- oder zeitbezogene Klassifizierungsdetails werden in den bereitgestellten Informationen nicht genannt.
360.000 m³/h Gesamtleistung
Mechanische Entrauchung mit definierter Zuluft
Zwölf Liberator-Brandgasventilatoren fördern im Erdgeschoss zusammen rund 360.000 m³/h.
Die erforderliche Zuluft strömt über definierte Rolltore auf der gegenüberliegenden Hallenseite nach. Diese werden im Brandfall über die Brandmeldeanlage geöffnet.
So entsteht ein abgestimmter Luftweg durch die Halle, bei dem Abluft und Nachströmung gemeinsam wirken.

Lichtbänder, Rauchschürzen und Treppenhausentrauchung ergänzen das Konzept
Im Obergeschoss wurde die Entrauchung mit Tageslichtversorgung kombiniert. Die 17 Cosmotron-Lichtbänder bilden die lichtdurchlässige Dachstruktur und werden durch ECO-Lamellenlüfter ergänzt.
Für die Rauchführung innerhalb der Halle installierte Colt statische Rauchschürzen vom Typ SmokeMaster SM-ST. Sie bestehen laut Projektbeschreibung aus nicht brennbarem Glasfasergewebe mit beidseitiger PU-Beschichtung. Die statische Ausführung dient dazu, aufsteigenden Rauch innerhalb definierter Bereiche zu kanalisieren.
Zusätzlich wurden die Stiegenhäuser separat berücksichtigt. Dort kommen Apollo-Mono-Haubenlüfter mit einer Abmessung von 1 × 1 Meter zum Einsatz. Sie werden über eine eigene Steuerung im jeweiligen Stiegenhaus angesteuert.
Die Trennung der Funktionen ist für das Gesamtkonzept wesentlich: Während die Halle über natürliche beziehungsweise maschinelle Entrauchung gesichert wird, erhalten die vertikalen Erschließungsbereiche eigene Rauchabzugsöffnungen.
Nach den Projektangaben ist Apollo Mono nach EN 12101-2 geprüft und nach GS-BAU 18 durchsturzsicher. Für SmokeMaster SM-ST werden die Temperaturklassen D120 und DH120 als verfügbare Produktvarianten genannt.
Brandschutz für Logistik
Entrauchung für Lagerhallen mit Colt planen
Colt entwickelt natürliche und maschinelle Entrauchungslösungen für Lager- und Logistikgebäude. Rauchabzug, Zuluft, Rauchschürzen, Tageslicht und Treppenhausentrauchung werden auf Gebäudegeometrie und Brandschutzkonzept abgestimmt.
FAQ
Welche Entrauchungslösung wurde bei XXXLutz in Wels eingesetzt?
Im Obergeschoss wurde eine natürliche Entrauchung mit ECO-Lamellenlüftern, Cosmotron-Lichtbändern und statischen Rauchschürzen realisiert. Im Erdgeschoss übernimmt eine maschinelle Anlage mit zwölf Liberator-Brandgasventilatoren die Rauchableitung. Die Treppenhäuser wurden separat mit Apollo-Mono-Haubenlüftern ausgestattet.
Wie hoch ist die Leistung der Liberator-Ventilatoren?
Jeder der zwölf Liberator-Brandgasventilatoren fördert laut Projektbeschreibung rund 30.000 m³/h. Zusammen ergibt sich eine Gesamtförderleistung von etwa 360.000 m³/h. Für die Halle wird damit ein zwölffacher Luftwechsel angegeben.
Wie wird die Zuluft für die maschinelle Entrauchung bereitgestellt?
Die Zuluft gelangt über definierte Rolltore auf der gegenüberliegenden Hallenseite in das Erdgeschoss. Im Brandfall werden diese über die Brandmeldeanlage angesteuert und geöffnet. Dadurch kann die von den Liberator-Ventilatoren abgeführte Luft kontrolliert nachströmen.
Welche Aufgabe übernehmen die SmokeMaster-SM-ST-Rauchschürzen?
Die statischen Rauchschürzen unterstützen die Rauchkanalisation im Obergeschoss. Sie begrenzen die seitliche Ausbreitung der aufsteigenden Rauchschicht und helfen dabei, definierte Rauchbereiche auszubilden. Im Projekt wurden sie fest installiert und nicht als abrollbare Systeme eingesetzt.
Wie erfolgt die Entrauchung der Stiegenhäuser?
Für die Stiegenhäuser wurden Apollo-Mono-Haubenlüfter mit einer Abmessung von 1 × 1 Meter eingesetzt. Sie werden über separate Steuerungen angesteuert und dienen der natürlichen Rauch- und Wärmeableitung aus den vertikalen Erschließungsbereichen.