
Sonnenschutz | Stadionfassaden
Structural-Lamellen am AOK-Stadion Wolfsburg
Für das AOK-Stadion und die multimediale Erlebniswelt des VfL Wolfsburg realisierte Colt eine Fassadenverkleidung aus rund 6.500 laufenden Metern Structural-Aluminiumlamellen. Die starre Konstruktion verbindet definierte Verschattung mit Transparenz und architektonischer Fassadengestaltung.
Starre Großlamellen übernehmen den Sonnenschutz
Das AOK-Stadion liegt unmittelbar neben der Volkswagen Arena in Wolfsburg und dient als Heimspielstätte für Mannschaften des VfL Wolfsburg. Ergänzend zum Stadion entstand eine multimediale Erlebniswelt, die ebenfalls in das Fassadenkonzept einbezogen wurde.
Colt entwickelte für die Gebäude eine starre Sonnenschutzfassade aus Structural-Großlamellen. Insgesamt wurden rund 6.500 laufende Meter Aluminiumlamellen installiert.
Die Elemente sind als feste, horizontal verlaufende Lamellen geneigt vor der Fassade angeordnet. Ihre Geometrie wurde auf konkrete Anforderungen an Verschattung und Transparenz abgestimmt. Ab einer Sonnenhöhe von 20 Grad war eine vollständige direkte Abschattung sicherzustellen, gleichzeitig sollte die Fassadenkonstruktion einen Transparenzgrad von mindestens 23 Prozent erhalten.
Zusätzlich wurden Anforderungen an den Gesamtenergiedurchlassgrad der Kombination aus Sonnenschutz und Wärmeschutzverglasung definiert. Bei einer Sonnenhöhe ab 20 Grad sollte der gtotal-Wert maximal 0,07 betragen. Bei Sonnenständen über 45 Grad war ein Wert von 0,03 oder besser vorgesehen.
Damit wurde die Lamellengeometrie nicht allein aus gestalterischen Kriterien entwickelt, sondern auf klar definierte licht- und strahlungstechnische Anforderungen abgestimmt.
Case History
Projekt: AOK-Stadion / Anlage des VfL Wolfsburg
Ort: Wolfsburg, Niedersachsen, Deutschland
Gebäudetyp:Fußballstadion und multimediale Erlebniswelt
Anforderungsprofil: Sonnenschutz, Fassadenverkleidung
Lösung: Starre Lamellenwand aus Aluminium-Großlamellen
Produkt: Structural

RAL 6018 bindet die Aluminiumfassade in die Architektur ein
Neben den technischen Sonnenschutzanforderungen spielte die Fassadengestaltung eine zentrale Rolle. Die Structural-Lamellen wurden deshalb nicht naturbelassen ausgeführt, sondern in RAL 6018 pulverbeschichtet.
Die grüne Oberfläche nimmt die Farbwelt des VfL Wolfsburg auf und macht die Sonnenschutzkonstruktion zu einem sichtbaren Teil der Architektur. Durch die große Zahl gleichmäßig angeordneter Aluminiumprofile entsteht eine durchgehende Fassadenstruktur, die Stadion und Erlebniswelt gestalterisch miteinander verbindet.
Die eingesetzten Structural-Profile bestehen aus stranggepresstem Aluminium. Dieses Konstruktionsprinzip erlaubt lange, formstabile Profile und eignet sich damit für großflächige Lamellenfassaden. Gleichzeitig sind einzelne Lamellen konstruktiv austauschbar.
Für das Projekt war insbesondere das Zusammenspiel aus Profilgeometrie, Neigungswinkel und Fassadenabstand entscheidend. Diese Parameter bestimmen sowohl den direkten Sonneneinfall als auch die verbleibende Transparenz nach außen.
Die Fassadenverkleidung übernimmt damit keine rein dekorative Aufgabe. Sie ist zugleich Teil des sommerlichen Sonnenschutzkonzepts und erfüllt definierte Anforderungen an den Gesamtenergiedurchlassgrad der dahinterliegenden Verglasung.
Beim AOK-Stadion wurde so eine starre Sonnenschutzlösung realisiert, die technische Kennwerte und die architektonische Identität des Gebäudes innerhalb derselben Fassadenebene zusammenführt.
Sonnenschutz mit Transparenz
23 Prozent Offenheit trotz vollständiger Verschattung
Die Lamellengeometrie wurde so ausgelegt, dass ab einer Sonnenhöhe von 20 Grad keine direkte Sonneneinstrahlung auf die dahinterliegenden Bereiche trifft.
Gleichzeitig sollte die Konstruktion einen Transparenzgrad von mindestens 23 Prozent erhalten.
Diese Kombination zeigt den zentralen Planungsansatz: Sonnenschutz und Sichtbezug wurden nicht getrennt betrachtet, sondern über Profilabstand, Neigung und Fassadengeometrie aufeinander abgestimmt.

Sonnenschutz für Sportbauten
Lamellenfassaden mit Colt planen
Colt entwickelt starre und bewegliche Lamellensysteme für Stadien, Sportstätten und großflächige Fassaden. Profilgeometrie, Transparenz, Verschattung, Oberfläche und Unterkonstruktion werden auf Architektur und solare Anforderungen abgestimmt.
FAQ
Welches Fassadensystem wurde am AOK-Stadion Wolfsburg eingesetzt?
Colt installierte Structural-Aluminiumlamellen als starre Fassaden- und Sonnenschutzkonstruktion. Insgesamt wurden rund 6.500 laufende Meter Lamellen eingesetzt. Die Profile verlaufen horizontal und sind geneigt vor der Fassade angeordnet.
Welche Sonnenschutzanforderungen musste die Fassade erfüllen?
Ab einer Sonnenhöhe von 20 Grad war eine vollständige direkte Abschattung gefordert. Gleichzeitig sollte ein Transparenzgrad von mindestens 23 Prozent erhalten bleiben. Dadurch mussten Profilgeometrie, Lamellenabstand und Neigungswinkel gemeinsam auf Verschattung und Durchsicht abgestimmt werden.
Welcher gtotal-Wert war für die Fassadenkonstruktion vorgesehen?
Für die Kombination aus Sonnenschutzlamellen und Wärmeschutzverglasung wurde bei Sonnenhöhen ab 20 Grad ein gtotal-Wert von höchstens 0,07 gefordert. Bei einer Sonnenhöhe über 45 Grad sollte der Wert 0,03 oder besser betragen. Diese Angaben beziehen sich auf die projektspezifisch geplante Gesamtkonstruktion.
Aus welchem Material bestehen die Structural-Lamellen?
Die beim AOK-Stadion eingesetzten Profile bestehen aus stranggepresstem Aluminium. Das Herstellungsverfahren ermöglicht formstabile Profile für großflächige Fassadenkonstruktionen. Für das Projekt wurden die Aluminiumoberflächen zusätzlich pulverbeschichtet.
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