Was sind FC-Werte und wozu benötige ich diese?
Um die bauphysikalischen Anforderungen an den gtot-Wert erfüllen zu können, liegen die Anforderungen an den FC-Wert meistens zwischen 0,2 und 0,35.
FC-Werte für außenliegende Sonnenschutzanlagen
Optimierung von Raumklima und Energieeffizienz
Außenliegende Sonnenschutzanlagen verhindern im Sommer den Wärmeeintrag in Gebäude und reduzieren im Winter Heizwärmeverluste. Der geforderte Wärmeschutz wird durch die GEG und DIN EN ISO 52022-1 geregelt, wobei der FC-Wert als Maßstab dient.

Um Gebäude im Sommer vor zu viel Sonneneinstrahlung zu schützen, errichtet man außenliegende Sonnenschutzanlagen. Diese Anlagen sorgen dafür, dass ein angenehmes Raumklima ohne Einsatz von energieintensiven Klimaanlagen entsteht. Ziel ist es immer, so wenig kurzwellige Solar- bzw. langwellige Wärmestrahlung wie möglich in das Gebäudeinnere eintreten zu lassen. Im Winter erzielt man durch eine solche Anlage gegenteilige positive Energieeffekte, indem der Heizwärmeverlust nach außen gemindert wird.
In Deutschland wird der Nachweis eines ausreichenden, sommerlichen Wärmeschutzes durch die GEG für Neubauten, Erweiterungen und Sanierungen von Gebäuden eindeutig gefordert und in DIN EN ISO 52022-1 geregelt. Doch wie ist dieser Nachweis zu führen? Wir werfen einen Blick auf die physikalischen und technischen Hintergründe.
Die Bauphysik betrachtet in der Berechnung des Wärmeschutzes immer den sogenannten gtot-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad), der so weit wie möglich abgesenkt werden muss. Ein wichtiger Teil der gtot -Wert-Berechnung ist der Energieabminderungsfaktor.
Der Energieabminderungsfaktor eines außenliegenden Sonnenschutzes wird in Kurzform FC-Wert genannt und beschreibt die prozentuale Verringerung des g-Wertes einer Verglasung durch die außenliegende Sonnenschutzanlage auf einer Skala von 0 bis 1, wobei 1 der schlechteste Wert wäre und 0 der theoretisch beste Wert.
Der FC-Wert gibt dementsprechend an, wie viel prozentuale Abminderung zusätzlich zur Verglasung durch den Sonnenschutz erreicht werden kann.
Die Berechnung des FC-Wertes wird deshalb logischerweise immer individuell für jedes Bauwerk betrachtet, da er eine Kombination aus Sonnenschutz und dem g- Wert der eingesetzten Verglasung darstellt. Hierbei wird eine ganzjährige Betrachtungsweise zu Grunde gelegt und das Gebäude nach den einzelnen Ausrichtungen bewertet.
Um die bauphysikalischen Anforderungen an den gtot-Wert erfüllen zu können, liegen die Anforderungen an den FC-Wert meistens zwischen 0,2 und 0,35.
Folgende Funktionen werden abgebildet:
- Automatische Sonnenstandsnachführung aller Lamellenfelder-/gruppen
- Gesamt-, Gruppen-, und Einzelsteuerung sowie manuelle Raumregelung für individuellen Komfort
- Berücksichtigung der Fassadenausrichtungen und Einbaulagen
- Helligkeitssensorik zur Differenzierung zwischen Direkt- und Diffusstrahlung
- Regen, Wind und Außentemperatursensoren zur Witterungsführung
- Uhrenprogramm mit Tag-, Nacht, Kalenderfunktionen für alle Gruppen
- Eigenintelligente Motorsteuergeräte mit Diagnosefunktionen
- Prozessorgestützte Fassadensteuergeräte mit Stand-alone Funktion bei Kommunikationsausfall
- Sicherheitsstellungen für verschiedene Witterungsverhältnisse (Sturm, Regen, Frost)
- Verknüpfung mit RWA-Funktionen (Aufschaltung an BMZ)
- Fernwartung/-bedienung mittels Modem oder LAN-Anbindung 10/100 T-Base
Die dazu gehörigen Motorsteuergeräte sind mit einem Mikro-Prozessor ausgestattet, welcher Kalibrierungs- und Überwachungsfunktionen übernimmt sowie die lokale Bedienung mittels konventioneller Handtaster ermöglicht.
Sie steuern 230V-Antriebe mit integrierter Endlagenabschaltung, eine separate Rückführung eines Stellungsgebers ist nicht notwendig.
Die Identifizierung im Netzwerk geschieht über Dreh-Codierschalter, Änderungen können ohne Abschaltung erfolgen. Drei LEDs signalisieren den Betriebszustand des Motorsteuergerätes (Power/Data/Error).
Folgende Hauptfunktionen werden durch die Motorsteuergeräte übernommen:
- Sicherheitsposition bei Alarm (Wind, Regen, Brand). Die Sicherheitsposition kann auf der Bedienung eingestellt und signalisiert werden
- Bei Bus-Spannungsausfall oder Ausfall der Sicherheitsautomatik fahren die Lamellen selbständig in die Sicherheitsposition. Die Sicherheitsfunktion muss deaktivierbar sein, um eine autonome Funktion ohne Bus zu gewährleisten.
- Fahrbefehlssperre für beliebige Sicherheitsposition (Wind, Frost, Reinigungssperre Kassettenelemente). Die Fahrbefehlssperre wird auf der Zentrale eingestellt und die entsprechende Position am Aktor übermittelt. Die Fahrbefehlssperre kann auf der Bedienung signalisiert werden.
- Automatiksperre, damit Zentralbefehle nicht ausgelöst werden. Die Sperre erfolgt direkt auf dem Aktor und wird über einen Zentralbefehl wieder aufgehoben. Die Automatiksperre wird aktiviert, wenn der Nutzer die Kassettenelemente über Handtaster betätigt. Die Rückkehr zur Automatik kann auch über die gleichzeitige Betätigung der Taster erreicht werden. Die Automatiksperre wird auf der Bedienung signalisiert.
- Fahrstrategie, Kassettenelementsystem, elektrische Eigenschaften (ED-Zeit, etc.) können über die Bedienung eingestellt werden.
- Endlagendetektion. Die Laufzeitmessung erfolgt automatisch und muss auch während des Betriebes wiederholend erfolgen, um die Alterung der Mechanik zu erfassen.
- Die Positionierung der Kassettenelement erfolgt in einstellbaren, quasi kontinuierlichen Abständen.
- Rückmeldung von Störung. Information, wenn am Motor oder Aktor eine Störung auftritt.
Werte-Erklärung
FC-Wert
Der FC-Wert ist der Abminderungsfaktor, der sich aus dem Verhältnis des gtot-Wertes und dem g-Wert der Verglasung ergibt. Er wird folgendermaßen berechnet:
FC=gtot/g.
In die Berechnung des FC-Wertes geht also immer auch der g-Wert der Verglasung mit ein. Deshalb muss der FC-Wert für Sonnenschutzanlagen immer individuell berechnet werden.
glot-Wert
Der Gtot-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad der Kombination Sonnenschutz und Verglasung.
g-Wert
Der G-Wert ist der Energiedurchlassgrad der Verglasung und gibt an, wie hoch der Anteil der Sonnenenergie ist, der durch die Verglasung gelangt. Der Wert kann zwischen 0 und 1 liegen, wobei 1 einem Energiedurchlass von 100% entspricht.
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